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Wilde Kerle

20. Juni 2008
Max ist ein kleiner Rabauke. Als er es wieder einmal übertreibt mit Lärmen und Toben, schickt ihn seine Mama ohne Essen ins Bett – von wo aus Max zu seiner Reise zu den wilden Kerlen aufbricht. Obwohl diese rechtschaffen grimmig dreinschauen, haben sie Millionen Kinder in unzähligen Ländern lieb gewonnen.
Und Maurice Sendaks Geschichte, in der Max letztlich vom Heimweh geplagt wieder
nach Hause zurückkehrt, ist zu einem Klassiker des Kinderbuchs geworden.
Als «Where the Wild Things Are» vor 35 Jahren in den USA erschien,
machten sich die einen oder anderen ernsthaft... Mehr...

Ein schwarzes Quadrat und seine Folgen

13. Juni 2008
Unter dem Motto «Malewitsch und sein Einfluss» zeigt das Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz bis zum 7. September nebst zahlreichen Hauptwerken dieses Pioniers der abstrakten Kunst auch bedeutende Werke jüdischer Maler aus Osteuropa.
Von Walter Labhart
Sein legendäres «Schwarzes Quadrat» auf weissem Grund wirkte,
als es 1915 in der Ausstellung «0.10» in St. Petersburg erstmals
gezeigt wurde, wie ein kunsthistorischer Paukenschlag: Kasimir Malewitsch (1878–1935)
erreichte damit den... Mehr...

Pinoierin

13. Juni 2008
Die Zeichnungen der Nazca in Peru beflügeln die Fantasie von Wissenschaftlern seit ihrer Entdeckung im Jahr 1901, als der deutsche Archäologe Max Uhle im Ica-Tal die Kultur der Nazca, der Vorfahren der Inka, erforschte. Auf mehr als 500 Quadratkilometern erstrecken sich Bodenzeichnungen (sogenannte Geoglyphen).
Seit 1994 gehören sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Massgeblich mitverantwortlich
für den Erhalt und die Erforschung der Zeichnungen war Maria Reiche. In
Dresden geboren, studierte sie Mathematik, Physik und Geografie. Mit 29 Jahren
verliess sie Deutschland Richtung Peru.... Mehr...

Zurück zu Mensch und Natur

6. Juni 2008
Editorial von Yves Kugelmann

Jetzt. Das weltweite Armutsbarometer hat sich in kurzer Zeit
von 850000 Millionen auf zwei Milliarden Menschen erhöht. Rohstoffbörsen,
Spekulationen, Hedgefonds, selbstsüchtige Staatsregime, Anbau von Agrartreibstoffen
anstatt Nahrung, virtuelle Spielereien. In der... Mehr...

Immerwährende Leidenschaft

6. Juni 2008
Im Vorfeld der bedeutenden Kunstmesse Art Basel sprach tachles mit der New Yorker Galeristin Dominique Lévy über die verrückten Preise auf dem Kunstmarkt und darüber, was gute Kunst ausmacht.
tachles: Frau Lévy, welchen Stellenwert hat die Art Basel für
Sie?
Dominique Lévy: Die Art Basel ist für mich wie eine immerwährende
Leidenschaft. Unsere Galerie ist schon seit Beginn mit dabei. Die Art ist die
Krone aller Kunstmessen, einfach die beste... Mehr...

Ein Tag – zwei Gesichter

6. Juni 2008
Wie die Schawuot-Zeremonie der «Bikurim», der Erstlingsfrüchte, in den Kibbuzim entstanden ist.
Von Emanuel Cohn
Es gibt wohl keinen Feiertag im jüdischen Kalender, der dermassen gegensätzlich
gefeiert wird wie das Schawuotfest in Israel. In religiösen Kreisen wird
die ganze Nacht hindurch Thora studiert, während in säkularen Kibbuzim
eine Zeremonie der... Mehr...

Sydney Pollack gestorben

30. Mai 2008
Er war ein seltenes Multitalent, dessen Filme sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik erfolgreich waren. Am Montag ist der US-Filmregisseur und Oscar-Preisträger Sydney Pollack im Alter von 73 Jahren einem Krebsleiden erlegen.

Er starb in seinem Haus in Pacific Palisades in Los Angeles und verbrachte
seine letzten Stunden im Kreiseseiner Familie, wie seine Agentin Leslee Dart
AFP mitteilte. Pollack wurde für sein Filmepos «Jenseits von Afrika»
mit sieben Oscars ausgezeichnet. Insgesamt wurde... Mehr...

Synagogenchor trifft auf Bestsellerautor

30. Mai 2008
Im Rahmen der «Kabbala-Art» von Fishel Rabinowicz in der Zürcher Wasserkirche kam es am letzten Donnerstag zu einem Auftritt des Synagogenchors der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich.
Von Muriel Spitzer
An der Wand hängen Bilder, in denen Fishel Rabinowicz seine Vergangenheit
im KZ zu verarbeiten versucht. Der ICZ-Synagogenchor füllt mit Liturgien
für Jom Kippur den ganzen Raum aus. Dann tritt er auf, will aus seinen
Texten lesen: der... Mehr...

Ein ratloser Moralist

23. Mai 2008
Der Luchterhand-Verlag beginnt mit der Neuedition der Werke von Hans Sahl – dem bemerkenswerten Autor, der sein Leben lang mit seinem Schicksal als Exilant zu kämpfen hatte – und stets seinem Gewissen folgte.

Von Wolf Scheller
Das Exil war sein Schicksal. Davon ist er Zeit seines Lebens nicht losgekommen.
Hans Sahl, Jahrgang 1902, aus Dresden gebürtig, gehörte zu jenen brillanten
Intellektuellen jüdischer Herkunft, die bereits im geistigen Leben der
Weimarer Republik... Mehr...

«Der Engel der Geschichte»

16. Mai 2008
Erstmals gibt das Nationalmuseum in Jerusalem das Schlüsselwerk «Angelus novus» von Paul Klee für eine Ausstellung ausserhalb von Israel frei. Das Zentrum Paul Klee öffnet aus diesem Anlass seine Tore für fünf Tage rund um die Uhr und veranstaltet ein umfassendes Rahmenprogramm.
Von Peter Abelin
Die grosse «documenta» in Kassel erhielt eine Absage, und auch
die ersten Anfragen des Zentrums Paul Klee (ZPK) in Bern wurden negativ beantwortet:
Wegen seines fragilen Zustands hatte das Israel-Museum in Jerusalem das Werk
«Angelus novus» von... Mehr...

Keiner lebt von Brot allein

16. Mai 2008
Die gebürtige Zürcherin Adina Tal leitet die einzigartige israelische Theatergruppe Nalaga’at – ein Ensemble aus elf taubblinden Schauspielern. Jetzt wurde in Yafo ein Theaterzentrum errichtet, wo die Gruppe regelmässig auftritt.

Niemand kann von Brot allein leben. Ein fröhliches Kindergesicht, ein
stahlblauer Himmel, ein guter Kinofilm, ein unbeschwerter Abend in einem netten
Restaurant. Es gibt vieles, was das Leben lebenswert macht, vieles, wovon die
elf Schauspieler des ungewöhnlichen und... Mehr...

Eine mögliche Erklärung?

8. Mai 2008
Sind Jugendliche im Grunde allesamt kleine Faschisten? «Die Welle», ein Schulbuchklassiker, der nun neu verfilmt wurde, legt diesen Schluss nahe.
Wie war es möglich, dass ein ganzes Land den Holocaust einfach hinnahm?
Warum wehrte sich niemand gegen den Massenmord? Diese Frage beschäftigt
Historiker, Psychologen und Soziologen schon lange, und die Antworten sind zahlreich:
Waren die Deutschen «willige... Mehr...

Die Ausgrenzung des Geistes

8. Mai 2008
Die von den Nationalsozialisten organisierten Bücherverbrennungen in Deutschland am 10. Mai 1933 jähren sich in diesem Jahr zum 75. Mal. Ein Rückblick.
Von Martin Dreyfus
Die bevorstehenden Feiern zum 60. Jahrestag der Ausrufung des Staates Israel
am 8. Mai drohen in Vergessenheit geraten zu lassen, dass sich nur zwei Tage
später der Jahrestag zum 75. Male jährt, an welchen zu erinnern durchaus
gerechtfertigt... Mehr...

Literatur

30. April 2008
An den diesjährigen Solothurner Literaturtagen ist unter anderem der amerikanische Schriftsteller Nathan Englander zu Gast.

Mit dabei hat er seinen 2007 auf Englisch und nun auch auf Deutsch erschienenen
Roman «Das Ministerium für besondere Fälle». Der in einem
orthodoxen jüdischen Haushalt auf Long Island aufgewachsene Englander wollte
unbedingt an einer weltlichen Universität studieren.... Mehr...

Hetzfilm der Nazis unter der Lupe

30. April 2008
Zurzeit ist in Stuttgart die bemerkenswerte Ausstellung «Jud Süss – Propagandafilm im NS-Staat» zu sehen. «Jud Süss» ist neben «Der ewige Jude» der widerwärtigste antisemitische Hetzfilm der Nazis. Das Machwerk zählt zu den 20 finanziell erfolgreichsten Filmen im «Dritten Reich».
Von Anton Maegerle
Der Anspruch ist gross. Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg will
die Macht des Mediums Film als eines wichtigen Propagandamittels im Nationalsozialismus
aufzeigen und antisemitische Stereotypen wie Geldgier, Verschlagenheit und sexuelle
... Mehr...