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VENEZUELA

Beschuldigungen an den neuen Vizepräsidenten

11. Januar 2017
Ihm wird Antisemitismus vorgeworfen, sowie Kontakte zu Iran und zur Hizbollah.

Tarek El Aissami, ein ehemaliger venezolanischer Innenminister, der von Präsident Nicolas Maduro zum Vizepräsidenten von Venezuela nominiert worden ist, steht laut Presseberichten im Verdacht, antisemitisch zu sein und Verbindungen zu haben zu Iran und zur libanesischen Terrogruppe der Hizbollah. Dem Vernehmen nach ist El Aissami beim amerikanischen Geheimdienst bekannt als Miglied des staatlichen Netzes für den venezolanischen Drogenhandel mit Beziehungen zu Iran, Syrien und der Hizbollah. Die Opposition des Landes fordert die Absetzung des linksextremen Maduro, was El Aissami zum Präsidenten machen würde. Ariel Gelblung, Repräsentant des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Lateinamerika, beschreibt die Situation wie folgt: «Nicht nur ist El Aissami verwickelt in den Drogenhandel und unterhält Beziehungen zur kolumbianischen Terrorbewegung FARC, sondern er hat auch vom ehemaligen Präsidenten Hugo Chavez den Hass auf Israel und die Juden geerbt und kann nun Maduros Antisemitismus weiter praktizieren und die in Venezuela lebenden Juden noch mehr bedrohen.» El Aissami könnte laut Gelblung effektiv den Antisemitismus zur Staatspolitik machen und den Nahostkonflikt noch weiter nach Südamerika einführen. – Als Innenminister unter Chavez soll Al Aissami dem Vernehmen nach an einem geheimen Programm teilgenommen haben, in dessen Rahmen Terroristen in Damaskus venezolanische Reisepässe zur Verfügung gestellt wurden. 2015 beschuldigte das «Wall Street Journal» Minister des Landes, einschliesslich El Aissami, Venezuela zu einer globalen Kokain-Drehscheibe zu machen. Die Zeitung bezeichnete den neuen Vizepräsidenten als den «Wirklichkeit gewordenen Traum» fürTeheran und Havanna. Das mache ihn zu einem mächtigen Manne in Venezuela. Auch wenn El Assami als «Druse» hingestellt werde, identifiziere er sich eng mit dem schiitischen Iran, der Hizbollah-Terrororganisation und der Familie des syrischen Präsidenten Bashar al Assad. Das erklärte Shimon Samuels, Direktor der Simon-Wiesenthal-Zentrums. Der Name des Vizepräsidenten war erschienen als Vermittler zwischen Iran und Argentinien im Plan, die angebliche Komplizenschaft Teherans beim Bombenanschlag von 1994 auf das jüdische Gemeindezentrum in Buenos Aires zu vertuschen. Damals starben 85 Menschen und 300 wurden verletzt. Bis jetzt ist noch niemand für das Attentat der Justiz zugeführt worden. [TA]





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