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DEUTSCHLAND

Besorgniserregende Antisemitismus-Zahlen

11. September 2017
681 Zwischenfälle im ersten Halbjahr 2017.

In seiner Rolle als Präsident der parlamentarischen Deutsch-Israelischen Freundschaftsgruppe erhielt Volcker Beck (Grüne Partei) vor dem Wochenende von der deutschen Regierung einen Bericht über die wachsende Anzahl antisemitischer Akte im Land. Das schliesst nach einem Artikel in der «Jerusalem Post» Israel-bezogenen Antisemitismus ein und die Klassifizierung der Verbrechen der Hizbollah als Rechtsextremismus. Im ersten Halbjahr 2017 wurden in Deutschland 681 antisemitische Zwischenfälle registriert, vier Prozent mehr als in der letztjährigen Vergleichsperiode. Gegenüber der «Jerusalem Post» (JP) meinte Beck: «Die antisemitischen und anti-israelischen Vergehen sind nur die Spitze des Eisbergs.» Die geschätzte Zahl der nicht berichteten Fälle ist laut Beck «klar höher». Nach Angaben von Emily Haber vom deutschen Bundesinnenministerium wurden im ersten Halbjahr 2017 in der Kategorie «Israel» 20 politisch motivierte kriminelle Vergehen registriert. – In Berlin gibt es 250 aktive Hizbollah-Anhänger und Mitglieder, und über das ganze Land sind rund 950 Aktivisten der Schiitenmiliz verbreitet. Dennoch hat das deutsche Innenministerium es laut JP abgelehnt, den «politischen» Flügel der Hizbollah als gesetzeswidrig zu deklarieren. [TA]





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