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PARIS

Israel gegen Waffenstillstand in Süd-Syrien

17. Juli 2017
Netanyahu zu Macron: Es perpetuiert die iranische Präsenz in dem Land

Israel sei gegen das mit russischer und amerikanischer Hilfe zustandegekommene Waffenstillstandsabkommen in Süd-Syrien. Das erklärte Premierminister Binyamin Netnyahu am Sonntag in Paris vor Reportern nach seinem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Als Grund gab Netanyahu die Befürchtung Israels vor einer Perpetueirung der iranischen Präsenz in dem kriegszerrissenen Land an. Er habe, verdeutlichte der israelische Regierungschef, seinem Gastgeber gegenüber die «totale» Opposition Israels gegen das Abkommen betont. Ein hochrangiger israelischer Offizieller fügte unter dem Schutz der Anonymität hinzu, Israel sei sich der Absichten Teherans sehr wohl bewusst, seine Präsenz in Syrien wesentlich expandieren zu wollen. Nicht nur wolle Iran, wie der Haaretz-Mitarbeiter aus Paris berichtete, Berater nach Syrien entsenden, sondern auch wesentliche militärische Kräfte. Auch die Errichtung einer Luftwaffenbasis und eines Marinestützpunktes für iranische Zwecke sei Bestandteil des Konzepts der Islamischen Republik. Wie sehr die iranische Präsenz den Israeli unter den Nägeln brennt, kann auch daran ersehen werden, dass Premier Netanyahu das Thema am Telefon am Sonntagabend von Paris aus  mit dem amerikanischen Aussenminister Rex Tillerson besprach. – An einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem israelischen Gast brachte der französische Präsident seine Befürchtung darüber zum Ausdruck, dass der fortgesetzte Siedlungsbau in den Gebieten den israelisch-palästinensischen Friedensprozess letztlich gefährden würde. [JU]





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