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RAMALLAH

Jason Greenblatt bei den Palästinensern

15. März 2017
Vermutungen bezüglich eines vorläufigen Verzichts der Verlegung der US-Botschaft.
Der Sonderbeauftraget Jason Greenblatt (l.) mit Präsident Mahmoud Abbas.

Am Dienstag führte Jason Greenblatt, Sonderbeauftragter von US-Präsident Donald Trump für internationale Verhandlungen in Ramallah Gespräche mit den Palästinensern, einschliesslich mit Präsident Mahmoud Abbas. Am Rande dieser Kontakte verlautete von hochrangigen palästinensischen Kreisen, dass die Palästinenser vielleicht Vorschlägen der USA zustimmen würden, denen auf der einen Seite die Wiederaufnahme der Direktverhandlungen mit Israel, auf der anderen Seite Israels Verzicht auf eine Ausweitung bestehender Siedlungen und ein vorläufiger Aufschiebung Washingtons des Konzepts der Verlegung seiner Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem stehen würden. Die Wiederaufnahme der Direktgespräche soll in der jordanischen Hauptstadt Amman im Rahmen eines Gipfeltreffens zwischen Palästinensern und Israeli in Anwesenheit von Amerikanern und Jordaniern besiegelt werden. Offiziell verlautete zu diesen Vermutungen allerdings bis Dienstagabend noch nichts Konkretes. Vor allem ist mehr als fraglich, ob Premier Netanyahu angesichts der rechtslastigen Ausrichtung seiner Regierungskoalition einem Konzept überhaupt zustimmen kann, dass einen auch nur partiellen Siedlungsstopp und eine Belassung der US-Botschaft in Tel Aviv beinhalten würde. [JU]





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