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USA

Jüdische Millionäre pro und contra Steuer-Senkungen

14. November 2017
Progressive Stiftungen lancieren einen Aufruf gegen die Steuer-Pläne der Trump-Regierung. Diesem stimmten bereits über 700 reiche Amerikaner zu. Darunter befinden sich auch prominente Juden.

Die Stiftungen «Voices for Progress» und «United for a Fair Economy» haben jüngst einen offenen Brief an republikanische Kongress-Abgeordnete verfasst, um die von der Trump-Regierung und den Republikanern geplanten Steuersenkungen für Wohlhabende und Konzerne zu verhindern. Laut der Website der Initiative haben sich über 700 vermögende Amerikaner dieser Forderung angeschlossen. Dazu gehören Millionäre und Milliardäre jüdischer Herkunft wie George Soros, sowie Ben Cohen und Jerry Greenfield, die Gründer der erfolgreichen Marke «Ben & Jerrys Ice Cream» (http://www.independent.co.uk/news/world/americas/us-politics/republican-tax-plan-rich-tell-congress-dont-tax-us-soros-letter-trump-reform-a8053281.html). In dem offenen Brief heisst es, die nun im Kongress debattierten Steuer-Pläne der Republikaner würden die Ungleichheit im Lande zu Lasten der Bevölkerungsmehrheit verstärken und das Staatsdefizit weiter erhöhen. Daraus würden Konservative die Notwendigkeit massiver Kürzungen am sozialen Netz aus Renten und Krankenversicherungen für Senioren und Bedürftige ableiten. Stattdessen sollte der Kongress Wohlhabende stärker besteuern, um daraus in Infrastruktur und staatliche Leistungen zu investieren (http://www.responsiblewealth.org/read_the_letter)Die Steuer-Pläne der Republikaner finden seitens der «One Percent» aber auch kräftige Unterstützung. So gehört der Casino-Milliardär Sheldon Adelson zu den Geldgebern einer Kampagne für die «Reform» (http://forward.com/news/national/387340/adelson-shills-for-republican-tax-plan-that-will-save-him-hundreds-of-milli/?attribution=home-hero-item-text-2). Die Kampagne argumentiert auf Werbe-Clips mit angeblichen Steuersenkungen für die Mittelklasse und «werktätige Familien». Unabhängige Experten sehen die Nutzniesser der Regierungspläne jedoch primär unter den reichsten Amerikanern. Neben Adelson stecken die Brüder Charles und David Koch zehn Millionen Dollar in Anzeigen für die Steuer-Reform Trumps. Reiche Familien würden nicht zuletzt aus der geplanten Abschaffung der Erbschaftssteuern über zehn Jahre rund 270 Milliarden Dollar sparen. AM





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