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PARIS

Pissaro-Gemälde geht an Besitzerfamilie zurück

14. November 2017
Kunstwerk war 1995 für 800000 Dollar ersteigert worden.

Ein Pariser Gericht ordnete letzte Woche die Retournierung eines Gemäldes des impressionistischen Künstlers Camille Pissaro an die Familie eines jüdischen Kunstsammlers an, dessen Sammlung im Zweiten Weltkrieg von dem mit den Nazis kollaborierenden französischen Vichy-Regime konfisziert worden war. Die Verwandten von Simon Bauer, dessen Vermögen 1943 von der antisemitischen Kriegsregierung geplündert worden war, hatten gerichtlich die Rückgabe des 1887 entstandenen Gemäldes «La Cueillette des Pois» angefordert. Die heutigen Besitzer, die US-Bürger Bruce und Robbi Toll, hatten das Kunstwerk dem Pariser Marmottan-Museum als Leihgabe überlassen. Die Tolls hatten das Gemälde 1995 an einer Christies-Auktion in New York für 800000 Dollar erworben. Nach dem Gerichtsbeschluss erklärte deren Anwalt Ron Soffer, seine Klienten würden appellieren. Schliesslich sei es nicht an ihnen, für die Verbrechen des Vichy-Regimes zu zahlen. – Bauer überlebte den Weltkrieg unter anderem wegen eines Streiks von Eisenbahnarbeitern, der den Zug, in dem er sich befunden hatte, davon abhielt, ihn in ein Nazi-Vernichtungslager zu deportieren. TA






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