Netanyahu wollte sich nicht festlegen

16. Februar 2017
Unklar, was der Premier bezüglich Trumps Bereitschaft zur Einstaatenlösung denkt.

Während seiner Pressekonferenz in Washington wurde Regierungschef Netanyahu mehrere Mal gefragt, ob er auf seine Rede von 2009 vor der Bar-Ilan-Universität zurückkommen wollen, als er seiner Unterstützung für die Zweistaatenlösung Ausdruck verliehen hatte. Der israelische Premier vermied es aber, eine klare Antwort zu erteilen. Auch behielt er seine Meinung für sich, was Präsident Trumps Äusserung betraf, dass er eine Einstaatenlösung nicht ausschliessen würde. «Unsere Definition und jene von Präsident Abbas bezüglich eines Palästinenserstaates divergieren», meinte Netanyahu immerhin und fügte hinzu, Israel müsse sicherstellen, dass «wir in unserem Herzland nicht unter der Drohung eines palästinensischen Terrorstaates leben müssen». Was die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem betreffe, unterstrich Netanyahu, dass er Trump gegenüber erklärt habe, dass er diese Verlegung befürworten würde. «Er untersucht die Angelegenheit gründlich, hörte aber unsere eindeutige Meinung in der Sache. Er will Zeit haben, um die Sache zu studieren.» Zu weiteren Wortmeldungen liess Netanyahu sich in Washington nicht bewegen. [JU]