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USA

Trump doppelt bei Nazi-Vergleich nach

12. Januar 2017
Dienstagnacht wurde ein dubioses Dossier über angebliche Erpressungsversuche Russlands gegen Donald Trump bekannt. Der reagierte mit Attacken auf Medien und Geheimdienste. Am Mittwoch setzte Trump das Drama fort.

Dienstagnacht hatte «Buzzfeed» ein Dossier über angebliche Erpressungsmanöver Russlands gegen Donald Trump in das Internet gestellt, die direkt von Wladimir Putin gesteuert worden sein sollen. Laut den bislang nicht verifizieren Dokumenten hat Trumps Team zudem während des Wahlkampfes direkt mit Putins Leuten zusammengearbeitet, um die Chancen Hillary Clintons zu untergraben. Trump wies die Vorwürfe auf seiner Pressekonferenz am Mittwochmorgen heftig zurück.

In der Nacht zuvor hatte er getweetet, gegen ihn sei eine Hexenjagd im Gange, die ihn an Nazi-Deutschland erinnere: Amerikas Geheimdienste hätten das Leaking derartiger «Fake News» niemals erlauben dürfen. Tags darauf doppelte der zukünftige US-Präsident nach und sagte, das Leaking derartiger Informationen sei «etwas, was Nazi-Deutschland tun würde und getan hat ».

 

Die Behauptung rief einen Protest der Anti-Defamation League hervor. Deren CEO Jonathan Greenblatt erklärte bereits auf den Tweet: «Dieser Vergleich ist nicht in sachlicher Hinsicht lächerlich, sondern verroht auch unsere öffentliche Debatte und schmälert die Schrecken des Holocaust.» [AM]





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