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RECHTSEXTREMISMUS SCHWEIZ

Vorsorgliches Verbot für einen Kanton

11. Januar 2017
Rechtsextremisten kündigen ein «Unterstützungskonzert» an. Es soll irgendwo in der Schweiz stattfinden, der genaue Ort ist unbekannt. Die St. Galler Polizei weiss zwar auch nicht mehr, aber untersagt schon einmal die Veranstaltung.

Bereits Anfang Dezember kündigte die Partei National Orientierter Schweizer PNOS ein «Unterstützungskonzert für ein Parteihaus» für den zweiten Januarsamstag an. Auftreten sollen eine szenenbekannte italienische Band, dazu ein deutscher Rapper, der bereits Mitte Oktober am Naziskinhead-Konzert im toggenburgischen Unterwasser aufgetreten ist. Damals waren die St. Galler Ordnungshüter nicht einmal willens gewesen, allfällige Widerhandlungen gegen die Rassismus-Strafnorm zu dokumentieren. Ebenfalls zum Mikrofon drängen «Gixu und die Eidgenossen». Gixu ist der Spitzname des PNOS-Präsidenten Dominic Lüthard, früher auch Sänger der Musikgruppe «Indiziert». Unbekannt ist bis anhin der Veranstaltungsort, die Partei wird ihn – wie szenenüblich – erst am Samstag den Interessierten mitteilen. Vier Tage vor dem Konzert hat nun die St. Galler Kantonspolizei in einer Medienmitteilung verlauten lassen, sie habe die Durchführung «im Kanton St. Gallen verboten», dies um die «öffentliche Sicherheit und Ordnung» zu wahren. Gegenüber dem «St. Galler Tagblatt» kritisierte PNOS-Präsident Lüthard das Verbot, es habe weder «Hand noch Fuss». Und weiter: «Wir führen das Konzert durch, wo immer wir es geplant haben. Das kann auch im Kanton St. Gallen sein.» Unbekannt ist bis anhin auch, wo die PNOS ihr «Parteihaus» errichten will. [HS]





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