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JERUSALEM

Westmauer-Poker

18. Mai 2017
Trump wird sein Gebet ohne israelische Persönlichkeiten verrichten

Wenn der amerikanische Präsident Donald Trump im Rahmen seines Israelbesuchs anfangs nächster Woche an der Westmauer in der Jerusalemer Altstadt ein Gebet verrichtet, werden ihn keine israelischen Führungspersönlichkeiten begleiten. Das soll die alles überragende Botschaft seiner Auslandsreise unterstreichen: Die Vereinigung der drei abrahamitischen Religionen gegen die allen gleiche Gefahr des Terrorismus. «Keine israelischen Exponenten werden Präsident Trump an die Westmauer begleiten», sagte H.R. McMaster, Trumps nationaler Sicherheitsberater, an einem Pressebriefing zu den bevorstehenden Reisen des Präsidenten in den Nahen Osten und nach Europa. Trumps Absicht sei es laut dem Berater, diese religiöse Stätte zu besuchen und die Notwendigkeit der Einigkeit zwischen diesen drei grossen Religionen bei der Bekämpfung einer grossen Gefahr für diese Zivilisationen ebenso zu unterstreichen wie die Einigung auf eine Tagesordnung der Toleranz. Trump wird neben Jerusalem Saudi-Arabien, Bethlehem und den Vatikan besuchen. Sein Besuch an der Westmauer stellt die erste Visite eines amtierenden US-Präsidenten an dieser Stätte dar. Bereits am Montag hatten amerikanische Offizielle die Offerte von Premier Netanyahu zurückgewiesen, Trump an die Mauer zu begleiten. Die Bemerkung, die Westmauer liege in der Westbank, hat bekanntlich heftige Reaktionen in Israel ausgelöst. Das veranlasste das Weisse Haus, später zu betonen, dass diese  Bemerkung nicht die amerikanische Politik reflektiere. – Anstatt des abgesagten Besuchs auf der Festung Masada am Toten Meer wird Trump das Jerusalemer Israel-Museum besichtigen und dort womöglich eine Rede halten. TA





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